FÖRDERER 2021

Rundgang Ost vom 30. Juli - 1. August

Der ART OFF Kultursommer beginnt mit Kunst-Spaziergängen im Hamburger Osten. Kunstwege verbinden zahlreiche Veranstaltungen, die im Umfeld der teilnehmenden Kunsträume und im Freien stattfinden. Sie führen durch Wandsbek, St. Georg, Rothenburgsort und Hammerbrook.

40 Kunstaktionen in Eilbek, St. Georg, Münzviertel, Hammerbrook und Rothenburgsort - ein Kunstweg, den man sich selbst zusammenstellen kann. Hier nur eine von vielen Möglichkeiten, den großen Auftakt des ART OFF HAMBURG Kultursommers zu erleben.

Von Eilbek nach St. Georg

Die erste Strecke beginnt mit einem Paukenschlag im Schimmelmann-Mausoleum (Fr.-So., 14-18h) und läutet den ART OFF Kultursommer ein. Nach dieser akustischen Installation von Heiko Wommelsdorf führt der Weg zunächst zum Einstellungsraum, der Arbeiten von Rasmus Gerlach, Yukari Kosakai und Laura I. Sünner ausstellt (Fr.-So., 14-18h), um dann Richtung Steindamm zu gehen. Dort sind ortsbezogene Werke von Alexandra Polina in den Fenstern der Anwohnenden zu sehen. Es folgt der nachtspeicher23, der Fotoarbeiten von Lars-Ole Bastar und Martin Wellermann zeigt (Fr., 17-21h, Sa., 14-21h, So., 14-18h) und durch sein Schaufenster Einblick in einen postkatastrophalen Rückzugsort des R&STkollektiv bietet. Wer am Samstag unterwegs ist, kann in der Norderstraße Kurzlesungen des R&STkollektiv gemeinsam mit dem QeerQeenArtEnsemble beiwohnen (15.30h, 16.30h, 17.30h, 18.30h). An allen drei Tagen aber sollte man dort nach Tanzperformances des Current Dance Collective und nach Kunstwerken von Birgit Feike Ausschau halten. Die Aktionen sind mit der neongelben ART-OFF-Fahne markiert.

Vom Münzviertel bis nach Rothenburgsort

Von der Norderstraße aus ist es nur ein Katzensprung bis ins Münzviertel. Hier wartet die xpon-art gallery mit Installationen von Pia Kintrup und Jared Bartz (Fr.-So., 14-18h), einer Schaufensterperformance von Mariola Brillowska und Carla Riveros Eißmann (Fr., 19-19.30h; Sa. und So., 16-16.30h) und einer Arbeit im öffentlichen Raum von Florian Huber. Vorbei am Werkhaus (Fr.-So., 14-18h) in Richtung Bahnhof kommt man schließlich zur Freien Akademie der Künste, wo der Einstellungsraum sein 20jähriges Jubiläum mit einer Ausstellung feiert. Auf der anderen Straßenseite führt die Route dann weiter: an den Deichtorhallen entlang, Richtung Oberhafenbrücke. Am Uferweg spazierend wird man die künstlerische Arbeit einer Spurensicherung bemerken (Anja Matzke, Fr.-So., 14-18h), am Brandshofer Deich Antje Sauer in einer Performance sehen (Sa. und So., 14-18h).

Von Rothenburgsort nach Hammerbrook

Wer Rothenburgsort besser kennen lernen möchte, ist beim Mikropol richtig. Matthew Rogers und Jan Dubsky begleiten Gruppen und Einzelpersonen auf geführten Touren durch den Stadtteil (Sa., 14-18h, So., 12-16h, Anmeldung: info@mikropol.de). Am Elbpark Entenwerder steht eine Litfaßsäule aus Hessen, die künstlerisch von Eva Zulauf betreut wird. Ein paar Straßen weiter zeigt Oel-Früh eine Ausstellung von Ana Chaduneli (Sa. und So., 14-18h). In Hammerbrook angekommen, sollte man bei Zollo vorbeischauen: Hier dreht sich alles um eine Tafel. Freitag entsteht sie in einem Bauworkshop (ab 15h), am Samstag wird sie in einer Prozession zum Mikropol getragen (17.30h), am Sonntag transformiert sich das Umfeld der Tafel. Kinder und Familien sind zu Workshop und Events ausdrücklich eingeladen! Begleitet wird alles durch Künstler*innen von Zollo.

Zwei Häuser weiter sind Projektgruppe und Hallofestspiele zu Hause. Auf der Bühne der Hallofestspiele treten Musiker*innen aus dem Netzwerk des klub.k./xpon-art auf (Fr., 17-19h). Die Projektgruppe organisiert freitags einen Workshop der Aktionsgruppe RED (Fr., 15-18h), samstags eine Fahrradtour der Aktionsgruppe GREEN. Die Tour beginnt am Feldstraßenbunker (15h) und endet am PARKS. Sonntag gibt es dort auch performatives Programm: Amber Jam (18h), Liudmyla Vasylieva (19h) und das Well Wired Team (20h).

Von Hammerbrook nach Hamburg-Mitte

Weiter nach Norden, auf zum Südpol! Dort findet man hoch oben eine mehrdeutige Fassadenskulptur von Elisa Manig. Anschließend sollte man unbedingt noch im Künstlerhaus Wendenstraße/Studio 45 einkehren. Auf dem Kanal hinter dem Künstler*innenhaus treibt ein Floß, das die Künstler Robert Pawliczek und Björn Westphal gestaltet haben. Im Innenraum sind weitere Arbeiten zu sehen. Außerdem kann man rund um die Uhr eine mobile Klanginstallation von Block Barley, Balz Isler und Bela Pablo Janssen entdecken.

Zu guter Letzt sei noch die Fabrik der Künste genannt: Mit den „Positionen“ des Berufsverbandes Bildender Künstler*innen ist sie eine partnerschaftliche Ergänzung zum Programm vom ART OFF HAMBURG Kultursommer (Sa., 14-19h, So., 16-19h). Und wer an diesem Wochenende noch irgendwann an der Rathauspassage vorbeikommt, kann sich Fotoarbeiten von Valérie Wagner ansehen.

Der Kunstweg Ost wird mobil begleitet. Jeden Tag an einem anderen Ort wartet der Kunst-Imbiss am Wegesrand mit seinem Programm. Samstag in Sichtweite zum nachtspeicher23 und Sonntag beim Kraftwerk Bille (14-18h). Wer es etwas exklusiver mag, kann sich bei der noroomgallery für eine Art & Crime Kulturführung durch St. Georg anmelden (walk@noroomgallery.com). Ein podcast der noroomgallery zum Thema „Gehen“ ist ebenfalls überall abrufbar.

Beteiligt sind die Kunstorte und Initiativen Ateliers Kraftwerk Bille, Einstellungsraum, Billekraftwerk/Hallo e.V., Kunst-Imbiss, Künstlerhaus Wendenstraße/Studio 45, Mikropol, nachtspeicher23, noroomgallery, Oel-Früh, Projektgruppe, xpon-art gallery und Zollo. Als Gast begrüßen wir die Fabrik der Künste mit den „Positionen“ des Berufsverbandes Bildender Künstler*innen.

Liste aller Events dieses Rundgangs

Fotogalerie dieses Rundgangs

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