INITIATIVE FREIE KUNSTORTE HAMBURG

1. ART OFF Hamburg fordert eine 0 mehr für die Hamburger Kunstorte
und Initiativen
D.h. eine Erhöhung der Fördersumme des Programmitteltopfes von
175.000€ auf 1.750.000€ für ein zukunftsweisendes Schaffen der freien,
bildenden Kunstszene Hamburgs.

2. Wir fordern ein Budget für eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit der Off Orte
Um die Sichtbarkeit von ART OFF Hamburg zu erhöhen und damit bekannt zu
machen, ist eine professionell gestaltete öffentliche Werbung unverzichtbar, wie
z.B. Plakate, Website, Newsletter und Social Media.

3. Wir fordern eine faire Honorierung für ausstellende Künstler*innen der
freien Kunstorte
Wie schon unter Punkt 11 des 14-Punkteprogramms der Kulturschaffenden
Hamburgs aus 1981 formuliert, fehlen immer noch Ausstellungshonorare.
„Wir fordern von der Kulturbehörde einen Fonds, der es den öffentlichen und
den öffentlich geförderten Ausstellungsinstituten ermöglicht, den Künstler*innen
ein Ausstellungshonorar zu gewähren“.

4. Wir fordern eine faire Honorierung für die engagierten und professionell arbeitenden Akteur*innen der freien Kunstszene
Mit 44.534 nicht honorierten Stunden für Konzeption, Organisation und
Durchführung von Veranstaltungen, mit 1.435 beteiligten Künstler*innen und 97.040 Besucher*innen aus dem In- und Ausland pro Jahr steht die Förderung
der zeitgenössischen Kunstproduktion und der sie vertretenden Hamburger Kunstorte und Initiativen in einem krassen Missverhältnis zu allen anderen
Förderungen der Kultur und des Tourismus in Hamburg. Es wird allerhöchste
Zeit dieses zu ändern!

5. Wir fordern einen Etat für internationalen Künstleraustausch, um Gast-
ateliers für internationale Künstler*innen in Hamburg zu etablieren
Durch die Etablierung von Gastateliers in den größeren Organisationen wie FRISE, Westwerk, Gängeviertel, Frappant u.a. wäre es möglich, dass diese auch von kleineren Off Orten zur Unterbringung internationaler Gäste mit genutzt
werden könnten.

6. Wir fordern Flexibilität und Planungssicherheit
Einerseits sollte die Programmplanung für die Antragsstellung flexiblere Frei-
räume für kurzfristige Entscheidungen ermöglichen.
Andererseits sollte es Kunstorten, die schon viele Jahre kontinuierlich gearbeitet haben, ermöglicht werden, auch längerfristige Planungssicherheit zu erhalten.

7. Wir fordern die Wiederbelebung der Woche der Bildenden Kunst in Hamburg
Mit einer gemeinsamen Veranstaltung der Hamburger Kunstschaffenden, z.B. einem gemeinsamen Eröffnungswochenende, kann das Schaffen der Hamburger bildenden Künstler*innen in den Vordergrund gestellt werden.

8. Wir fordern zweimal jährlich einen runden Tisch (OFF-CIRCLE) mit allen beteiligten Akteur*innen
Denn wir brauchen einen kreativen, erfinderischen und zukunftsweisenden
Dialog auf Augenhöhe zwischen der Behörde für Kultur und Medien, der Politik, den Hamburger Institutionen der bildenden Kunst und den Vertreter*innen der ART OFF Hamburg. Wir müssen reden über Transparenz, Vermittlung, Koopera-
tionen, Vergabemodalitäten, Juryzusammensetzungen, die Kultur- und Touris-
mustaxe und natürlich nicht zuletzt über den kommenden Doppelhaushalt.

Wir fordern eine differenzierte Wahrnehmung der Vorbildfunktion der freien Künstlerinitiativen, als die kreativen und dynamischen Impulsgeber für eine nachhaltige Gestaltung unserer Stadtgesellschaft und eine entsprechende Wertschätzung unserer Arbeit!